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Unsere Grundlage

das

Berliner Bildungsprogramm (BBP)

Auf dieser Seite finden Sie Auszüge aus dem Berliner Bildungsprogramm, diese sollen helfen, die Grundpfeiler des Berliner Bildungsprogramms , für Sie überschaubarer zu gestalten, da diese unsere Arbeitsgrundlagen darstellen. Das Bildungsprogramm ist systematisch auf acht Grundpfeilern aufgebaut:

  1. Zum Bildungsverständnis
  2. Ziele pädagogischen Handelns: Kompetenzen stärken
  3. Zur Gestaltung von Bildungsprozessen
  4. Integration von Kindern mit Behinderung und Frühförderung
  5. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern
  6. Übergänge gestalten
  7. Bildungsbereiche
  8. Zusammenarbeit und Kommunikation im Team; Leitung und Träger

Alle Kapitel werden unter dem Punkt Bildungsbereiche, mit den erläuterten Orientierungen und Begründungen zusammengefasst. Alle Kapitel werden in einen Bezug zueinander  und mit den Bildungsinhalten in Beziehung gebracht. In seinem Kita-Leben sollte jedes Kind, Erfahrungen mit den Bildungsinhalten gemacht haben. In dem Berliner Bildungsprogramm sind diese Inhalte gegliedert in sechs Bildungsbereiche:

  • Gesundheit
  • Soziales und kulturelles Leben
  • Kommunikation: Sprachen, Medien, Schriftkultur
  • Kunst: Bildnerisches Gestalten, Musik, Theater
  • Mathematik
  • Natur – Umwelt – Technik

Hierzu gibt es auf der linken Seite noch einmal die einzelnen Bildungsbereiche in Kurzform aufgezeigt.

Die Bildungsbereiche sind gleichrangig und können nicht getrennt voneinander gesehen werden, da sie in enger Beziehung zueinander stehen. Sie durchdringen sich wechselseitig. Die Praxis zeigt z.B., dass das Singen des Liedes Hänschen Klein (Originalversion) mehrere Bildungsbereiche berührt, wie: Soziales und kulturelles Leben, Kommunikation: Sprachen, Medien, Schriftkultur, Kunst: Bildnerisches Gestalten, Musik, Theater. Erarbeitet man mit den Kindern einen Bewegungsablauf zum Lied, kommt der Bildungsbereich Gesundheit dazu. So werden auch in den Spielen der Kinder und in Projekten immer mehrere Bildungsbereiche berührt werden. Allen Bildungsbereichen muss in Bezug auf Raumgestaltung und Materialauswahl gleichermaßen Rechnung getragen werden.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Unter diesem Link finden Sie das aktuelle, überarbeitete Berliner Bildungsprogramm: http://www.gew-berlin.de/public/media/berliner_bildungsprogramm_2014.pdf

Vorwort von Sandra Scheeres,
Diplom-Pädagogin und seit Dezember 2011 Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Das Bildungsprogramm ist die Grundlage für die frühpädagogische Arbeit in den Berliner Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen. Es trägt ganz wesentlich dazu bei, dass schon die Kleinsten die ersten Schritte ihrer Bildungsbiographie professionell betreut bewältigen können. Hier finden sich Aussagen zum Bildungsverständnis, zu den Zielen und Kompetenzen, zur Rolle der Erzieherinnen und Erzieher, zu den zentralen Bildungsbereichen, zu Kooperationen und zur Zusammenarbeit mit Eltern. Aufbauend auf ihren beruflichen Qualifikationen und ihren Erfahrungen gibt das Bildungsprogramm Pädagoginnen und Pädagogen Orientierung in ihrem herausfordernden pädagogischen Alltag mit den jüngsten Kindern in unserer Stadt.
(Sandra Scheeres, Berliner Bildungsprogramm, Aktualisierte Neuauflage 2014, Verlag das Netz, Weimar – Berlin)

1. Zum Bildungsverständnis

Um für alle Kindern eine möglichst gute soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung zu gewährleisten, haben Kitas und Kindertagespflegen die Aufgabe, die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder in den Familien zu ergänzen und zu unterstützen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Pädagoginnen und Pädagogen mit den Eltern, ist Voraussetzung für diesen ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag. Die bedeutendsten Bezugspersonen der Kinder, sind und bleiben die Eltern. Sich mit den Eltern über die Bildungs- und Entwicklungsprozesse ihrer Kinder immer wieder zu verständigen, ist daher sehr wichtig.

Die Frage im Zentrum des Bildungsverständnisses lautet, welche Bedeutung für das Kind haben Bildungsprozesse. Der Mensch erlebt sich als selbstwirksam, indem er sich ein Bild von der Welt macht, sie verantwortlich mitgestaltet. Frühkindliche Bildungsprozesse sind an das unmittelbare Erleben des Kindes in seiner Lebenswelt gebunden. Dies beinhaltet:

  • Sich ein Bild von sich selbst in dieser Welt zu machen – Eigenverantwortung entwickeln,
  • Sich ein Bild von anderen in dieser Welt zu machen – sich solidarisch in die Gemeinschaft einbringen,
  • Das Weltgeschehen zu erleben, zu erkunden – Welt gemeinsam mit anderen verantwortlich mitgestalten.

2. Ziele pädagogischen Handelns: Kompetenzen stärken

In einer sich stetig wandelnden globalisierten Welt, gründen die Ziele des BBP auf Grundwerten und Grundrechten, in einer demokratisch verfassten Gesellschaft. Bei den Heranwachsenden, sollen vom jüngsten Alter an jene Kompetenzen gestärkt und gefördert werden, die ihm ermöglichen, ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten und sich engagiert im Zusammenleben zu beteiligen. Es sind Kompetenzen, die ein Kind braucht, um in der Welt, in der es aufwächst, bestehen zu können und handlungsfähig zu bleiben bzw, zu werden. Die Ziele sind formuliert in Hinblick auf die gesamte Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und gliedern sich deshalb in:

  • Ich-Kompetenzen
  • Sozialkompetenzen
  • Sachkompetenzen
  • Lernmethodische Kompetenzen

 3. Zur Gestaltung von Bildungsprozessen

Frühkindliche Bildungsprozesse sollten ganzheitlich und eng verbunden sein mit dem unmittelbaren Erleben und den Erfahrungen der Kinder. Das Lernen im frühkindlichen Alter, ist eng verbunden mit den Bedürfnissen und Interessen der Kinder und den Herausforderungen des vielschichtigen Lebens. In überschaubaren Lebens- bzw. Sinnzusammenhängen erfolgt die Aneignung von Bildungsprozessen und der damit verbundene Erwerb von Kompetenzen.  Aneignungsprozesse sind so eng mit Erfahrungen und entwicklungsgemäßen Handlungsmöglichkeiten der Kinder verknüpft. Werden von den Erwachsenen Prozesse und Ergebnisse vorgedacht, vorgeplant und festgelegt, entstehen isolierte Beschäftigungsangebote zu den Bildungsbereichen, so wird frühkindliche Bildung eher behindert als gefördert.

Kinder brauchen einen Ansprechpartner, der ihre Gedanken und Gefühle wahrnehmen kann, sich für ihre Ideen interessiert, der sie ernst nimmt und in ihrem Tun unterstützt. Erzieherinnen und Erzieher begegnen den Kindern auf Augenhöhe, gemeinsam mit den Kindern wird den Fragen und Herausforderungen des Lebens nachgegangen und nach Antworten und Lösungswegen gesucht. Um tiefer in die Dinge und Erscheinungen des Lebens einzudringen, helfen sie den Kindern, indem sie sich auf ihre Neugier und die eigensinnige Sicht der Kinder einlassen und ihnen nachgehen. Die Kinder können sich mehr Erfahrungen und Kompetenzen aneignen, je mehr Eigeninitiative und Selbstbestimmung ihnen zugesprochen werden.

Bildungsaufgaben sind gegliedert in:

  • Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Bildungs- und Entwicklungsprozesse
  • Gestaltung des Alltags
  • Spielanregung und Spielmaterial
  • Arbeit in Projekten
  • Raumgestaltung und Materialausstattung
  • An der Planung und Gestaltung des Zusammenlebens werden alle Kinder, auch die Jüngsten, beteiligt. Es wird ein strukturierter Rahmen geschaffen, in dem alle ihre Wünsche, Ideen und Einfälle äußern und einbringen können.
  • Für selbständiges Erkunden, Experimentieren Gestalten wird Raum angeboten.
  • Den Kindern wird im Alltag die Möglichkeit gegeben, zu Inhalten aller Bildungsbereiche, Erfahrungen sammeln können.
  • Den Kindern wird ermöglicht mit Feuer, Wasser, Luft und Erde elementare Erfahrungen zu sammeln.
  • Gemeinsam mit den Kindern wird eine anregende Umgebung geschaffen, die viel Anreiz und Freiraum zu vielfältigem Spiel bietet.

    4. Integration von Kindern mit Behinderung und Frühförderung

Bereits seit vielen Jahren erbringen Kitas und Kindertagespflege Leistungen, die sich am Inklusionsgedanken orientieren, indem sie Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam fördern und betreuen.

Seit vielen Jahren haben Kinder in Berlin, unabhängig von der Art und Schwere ihre Behinderung, einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz (§ 6 KitaFöG). Realisiert wird dieser Anspruch in der Regel in der gemeinsamen integrativen Erziehung, vereinzelt auch in wenigen Heilpädagogischen Kleingruppen, in denen ausschließlich Kinder mit Behinderungen betreut werden.

Für die pädagogischen Fachkräfte ist es eine große Herausforderung, Kinder unabhängig von den jeweiligen Entwicklungsvoraussetzungen und Bedürfnissen, so früh wie möglich in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen. Eigene Auswirkungen haben die vielfältigen Einschränkungen wie Sehschädigungen, Hörbehinderungen, Spracherwerbsstörungen, Mobilitätseinschränkungen, kognitive Entwicklungsstörungen sowie Autismus-Spektrum-Störungen auf den Entwicklungsverlauf der Kinder und die Entwicklung ihrer sozialen Beziehungen.

Die fundamentale pädagogische Ausrichtung für die Förderung von Kindern ist, dabei den Blick primär auf die Ressourcen und Kompetenzen des Kindes zu richten und diese in ihrer Persönlichkeit zur Entfaltung zu bringen.

 

 

Quelle:
(Berliner Bildungsprogramm, Aktualisierte Neuauflage 2014, Verlag das Netz, Weimar – Berlin) 

 

 

 

 


 

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